Marion Mangelsdorf

Gendersensitive und partizipative Studienaustauschprojekte mit den Umweltwissenschaften und der Mediengestaltung


In einer global vernetzten Welt formen sich Wissens(chafts)- und Kulturpraktiken um. Dabei prägen die Natur- und Technikwissenschaften weltweit die Gestaltung unserer Umwelt-, Körper- und Geschlechterverhältnisse. In Studienaustauschprojekten, die Länder- und Diszplingrenzen zwischen Afrika, Asien und Indien durchquerten, verschiedene Wissenskulturen zirkulieren und Diversität spürbar werden ließen, setzten sich Masterstudierende der Gender Studies an der Universität Freiburg in den vergangenen Jahren mit transdisziplinären Themen auseinander. In DAAD-Austauschprojekten sowie in Kooperation mit der umweltwissenschaftlichen NGO Bioversity international, der German University Cairo (GUC), dem Srishti Institute for Art, Design and Technology in Bangalore/Indien, der Hochschule Furtwangen und Offenburg fand mittels gendersensitiver „Participatory Action Research“ (PAR) eine Auseinandersetzung statt mit Studierenden und Forschenden aus den Umweltwissenschaften einerseits und der Mediengestaltung andererseits. In diesen Projekten kam es zu einem wechselseitigen Verständigungsprozess und zu unterschiedlichen Einflussnahmen, die ich in diesem Vortrag näher beleuchten werde. Dabei gehe ich auf die Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen solcher internationalen Studienaustauschprojekte ein.

Vita

ist Kulturwissenschaftlerin. Sie hat 1998 das Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mitbegründet und ist seit 2015 Geschäftsführerin der Freiburger Gender Studies sowie Projektkoordinatorin dieses BMBF-Projekts Gendering MINT. Seit 2015 ist die beratendes Mitglied im Universitätsrat der Universität Freiburg, davor war sie stellvertretendes Mitglied im Senat.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind

partizipative Methoden der Empirischen Sozial- und Kulturwissenschaften, Embodiment, Mensch-Tier-Forschung, Gender in Science and Technology Studies, Gender and Environment sowie künstlerische Forschung.
Derzeit arbeitet sie an ihrer Habilitation zu „Posthumane Ethnographien“. Darin diskutiert sie posthumanistische Debatten anhand ethnographischer Untersuchungen auf ihre Praxisrelevanz hin. Sie fragt danach, wie sich inter- und transdisziplinäre Aushandlungsprozesse partizipativ gestalten lassen und Transferwissen entwickelt werden kann. Dabei bindet sie posthumanistische Diskurse an sozialökologische, gendersensitive Konzepte der Fürsorge (Care).
Seit Mai 2017 führt sie Begleitforschung am SFB 1015 „Muße. Grenzen, Raumzeitlichkiet, Praktiken“ durch und seit Dezember 2017 ist sie die Koordinatorin des BMBF-Verbundprojekts „Gendering MINT digitial. Open Science aktiv gestalten“.

Kontakt

Dr. Marion Mangelsdorf
Geschäftsführung
Koordinierungsstelle Gender Studies
Zentrum für Anthropologie und Gender Studies
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
D – 79098 Freiburg
Tel.: +49 (0) 761-203-4216
E-Mail
Homepage

Download (18,9 MB)