Matrix



Das i-Doc zeigt die Matrix des Gesamtvorhabens in Form einer Navigationsschaltfläche, das als ein Begriffs-Meshwork (Maschenwerk) mit mal mehr mal weniger Überkreuzungen und Verbindungslinien angelegt ist. Hierüber werden die einzelnen Komponenten im Laufe der Zeit verlinkt: Die unterschiedlichen Foki mit partizipativen Mediografien sowie Lerneinheiten des Berliner Teilprojekts. Für die Entwicklung des Verbundprojekts Gendering MINT digital ist diese gemeinsam von allen Teilprojekten konkretisierte Matrix von grundsätzlicher Bedeutung. Durch das i-Doc ist sie zugänglich und zeigt die Komponentenstruktur für die Open Science Module auf. Folgende Schwerpunkte der Open Science Module, wie sie in den verschiedenen Teilprojekten entwickelt werden, finden sich in der Webdokumentation:

  • Dialogische Open Science Module (der Teilprojekte Freiburg & Offenburg), die sich u.a. mittels künstlerischer Forschung auf Inhalte von Gender in Science Technology Studies (STS) konzentrieren sowie
  • Open Educational Resources mit kollaborativen elektronischen Werkzeugen (des Berliner Teilprojekts), die zur Sensibilisierung – Vertiefung – Reflexion von Gender-Grundlagenwissen und zu fachspezifischen Vertiefungen beitragen.

Über das i-Doc können die einzelnen Komponenten verlinkt und die Struktur des Gesamtprojekts eingesehen werden. Im Team diskutiert wurde über die Form der Visualisierung der Matrix:

  • Auf der Grundlage eines Mind Mapping-Tools begann sich das Verbundteam über Begriffe und Schwerpunktsetzungen der jeweiligen Teilprojekte zu einigen.
  • In der Projektbroschüre findet sich ein an kybernetische Schaltkreise (vgl. auch obere Abb.) erinnerndes Modell. Gemeinsam mit dem unter der Matrix liegenden Foto, das auf Apperaturen aus den Anfangszeiten des World Wide Web verweist, illustriert diese Form der Visualisierung den Beginn von umfassenden Digitalisierungsprozessen, die 1989 als Projekt an der Forschungseinrichtung CERN vorangebracht wurden.
  • Im Meta-i-Doc, das die Ergebnisse dieses Prozesses widerspiegelt und sich als Navigationsoberfläche zur Darstellung der verschiedenen Komponenten der Open Science Module versteht, kommt eine weniger starre, die Nonlinearität des Projekts stärker zum Ausdruck bringende Form zur Darstellung. Hier wird die begriffliche Ikonografie des network (Latour 2006) vom meshwork (Ingold 2008) oder cat’s cradle (Haraway 1994/5) abgelöst.

Mit dieser Diskussion bildet das Projekt ebenfalls Diskurslinien ab, die in den zum Teil stark von den Medienwissenschaften beeinflussten Science and Technology Studies (STS) bereits seit Jahrzehnten geführt werden und einen integralen Bestandteil ihrer methodischen, wissenschaftshistorischen und theoretischen Debatten darstellen (vgl. auch STS-Begriffsikonografien).